Sonntag, 28. Oktober 2007

Was die Farbe Rosa in El Salvador bedeutet


Der 15. Geburtstag eines Mädchens ist in Lateinamerika ein ganz besonderer: Die señorita wird zur señora. In El Salvador und anderen mittelamerikanischen Ländern wie etwa dem Nachbarland Honduras, heißt die Feier "fiesta rosa" (Rosenfest). An diesem Tag ist alles rosa: das Kleid der 15-jährigen "Prinzessin" und ihrer 14 Hofdamen (wobei die Gefeierte natürlich das eleganteste Modell von allen trägt), die mehrstöckige Torte, der Rosenstrauß, das Geschenkpapier, die Luftballons, mit denen das Auto geschmückt wird, das die "quinceañera" (15-jährige) von der Kirche zum festlich geschmückten Saal fährt. Dort wird Walzer getanzt, zuerst mit dem Vater, dann mit dem "chambelán" (Kammerherr), einem Jungen, der an dem Tag die Ehre hat, Begleiter der Gastgeberin zu sein. Die "fiesta rosa" ähnelt einer Hochzeit – manchmal gibt es sogar einen Ring, der die Zahl 15 zeigt: Nur der Bräutigam fehlt, und das Kleid der Braut ist rosa statt weiß. In El Salvador sind es eher traditionelle ärmere Familien vom Lande, die das Fest ausrichten. Oft möchten die Mütter, die früher nicht die finanziellen Möglichkeiten hatten es zu feiern, dies nun wenigstens ihrer Tochter bieten. In anderen Fällen sind es auch die Mädchen selbst, die diesen Tag schon lange im Voraus herbeisehnen.
*Freundlich entnommen aus dem schlauen Internet*

Just bei dieser Party von der Schwester meines über alle Maßen geschätzten Mitbewohners Enrique war ich heute eingeladen:
Das war ein kulturelles Highlight. Tapfer hab ich versucht mit meinem preussisch-Defiliermarsch-zwei-Fließen-Tanz gegen die übermächtigen Salsa-Merenge-Buena-Vista-Social-Club-Rhythmenden lateinamerikanischen Gäste anzustinken...und ich hab verloren. Diese Zentralamerikaner haben aber auch verdammt nochmal einfach den Hüftschwung in ihren Genen...Das sieht einfach nach was aus... Na ja, war trotzdem ne nette Party, auch wenns keinen Alkohol gab:
Mathias 22 Uhr: Hey they´re about to bring us champagne:)
Edward: No that´s "cider"
Mathias: That´s okay, because it´s like "Äppelwoi":)
Edward: What? "Äppelwoi"? It´s cider and has no alcohol...
Mathias: Impossible! Cider contents definitely alcohol!
Edward: look at the label, it says "non-alcohol cider"
Gut dann haben wir also Apfelsaft mit Kohlensäure getrunken...
Aber um zwölf sind wir dann wieder nach Hause gefahren und: Tataaaa! Da war doch glatt ne Höllen-Halloween-Party in unsrem Haus (inszeniert von Lewis)
Da war dann auch Alkohol am Start und es war eigentlich alles wie bei uns am Faschingsdienstag:) Nur mit warmen Wetter...

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Schwitz, schwitz...

bei 36°C....

Montag, 22. Oktober 2007

Wildfires...

Keine Sorge mir gehts gut. Danke für die Warnung aus Deutschland, sonst hätte ich gar nicht mitgekriegt, dass ich praktisch vom Feuer eingeschlossen bin. Hoffentlich kriegen die Firefighters die Sache bald in den Griff...andernfalls bin ich ja stolzer Absolvent der dörflichen Jugendfeuerwehr und Träger der silbernen "Leistungsspange"



Also wenns hart auf hart kommt, dann weiß ich dass gegen Feuer ganz oft Wasser hilft...




P.S. Aus Sicherheitsgründen sind die Fotos aus sicherer Entfernung dem Internet entnommen.

Sonntag, 21. Oktober 2007

The regulars...

Ja was soll ich sagen. Ich bin inmitten der College Society in Südkalifornien. Und da liegen die Filme über amerikanische Studenten die man so kennt gar nicht so daneben. Das allseits anerkannte erste Ziel am Wochenende heißt halt doch: Get drunk! Und mit allen Mitteln und Methoden versucht man dieses zu erreichen. Und ums mal mit Strombergs Worten zu formulieren: Wenn die Amerikaner 100m laufen, dann muss der Deutsche aber mindestens 110m laufen und Du musst ein Wiesel sein, weil Housing in LA is wie ein Schnellkochtopf und wenn Du dem Druck nicht gewachsen bist, dann bist du falsch hier. Lange Rede kurzer Sinn: Neues Spiel: "Power Hour" - eine Stunde lang müssen alle am Tisch, jede Minute ein Schnapsglas Bier trinken. Klingt erstmal einfach, macht aber Riesenlaune und total lustig:) So trug es sich heute abend zu und meine lebenslange Bayerische Biererfahrung macht es mir nun möglich, dass ich noch fit bin, während alle andren Mitspieler das Bett vorgezogen haben....

Dienstag, 16. Oktober 2007

Jimmy eat world!!

Ich komm gerade vom "Jimmy eat world"-neue-CD-Release-Konzert im wunderschönen Wiltern Theatre. Ich muss sagen: Höllenshow. Das war zum ersten Mal, dass ich meine Lieblingsband live gesehen habe und die sind wirklich rockiger als auf den Alben. Note 1 :)






P.S. Für ein mickrigen Einblick in dieses grandiose Konzert, hier einige Mitschnitte von begeisterten Handy-Hobby_Filmern
http://www.youtube.com/watch?v=8ZCN5ulPa84
http://www.youtube.com/watch?v=j-LGF3DYmVU
http://www.youtube.com/watch?v=dqAEnqCu6HU

und das ist von ihrem neuen Album, einfach wunderschön zum heulen der song:
http://www.youtube.com/watch?v=PvrO_MjTMPc

Samstag, 13. Oktober 2007

Die letzten 3 Tage...

...war ich vom Pech verfolgt! Traurige Bilanz: eine kaputte Vakuumline, zwei zerstörte Dewars, eine böse Magenverstimmung mit zugehöriger Kotz-Nacht und ein rotes Auge. Gut, das mal Sachen im Labor kaputt gehen lass ich mir ja eingehen. Aber nicht alles samt in nur 2 Tagen! Bezeichnend war meine Aussage am späten Freitagnachmittag:" Heute mache ich keine Chemie mehr, geht eh nur alles schief. Ich stell nur noch kurz den Trockeneis-Dewar fürs Wochenende unter meine Reaktion...Kabooofff! Damn!!!"(Dewar runtergeschmissen) Die knallen übrigens toll beim implodieren:)
Die Lebensmittelsache resultierte aus einem mittelmäßigen Mittagessen beim China-Schnellimbiss. Die grauenhafte Nacht ohne Schlaf wegen Übelkeit war übrigens zusätzlich noch durch die tobende Party im Haus forciert worden.
Und heute hab ich gelernt dass man doch vorher die Gebrauchsanweisung des frisch gekauften Kontaktlinsenmittels lesen sollte, bevor man sich 3%Wasserstoffperoxidlösung ins Auge reibt...Es breeeeennnnntt.
So jetzt sitz ich auf meinem Bett und überleg ernsthaft ob ich bei meiner derzeitigen "Glückssträhne" jemals wieder ausm Haus oder ins Labor gehen kann...Meinungen und Aufmunterungen sind immer gern gesehen:)

Euer Mathias

Nachtrag 1:44 Die Pechsträhne is vorbei, ich hab meinen Mexikanischen Freunden beim Pokern metaphorisch die Hosen ausgezogen :)

Montag, 8. Oktober 2007

Back to the ocean

Sonntag = Strandtag:)

Wieder Gameday - Diesmal mittendrin statt nur dabei

Wie früher hier schon beschrieben, durfte ich wieder einmal den berüchtigten Heimspieltag mitzelebrieren. Das ganze startet Stunden vor dem Spiel mit dem "Tailgaiting" (=Heckklappenparty) auf dem Campus und ist ein wichtiger Teil der amerikanischen Kultur. Man fährt morgens mit seinem Auto auf den Campus oder in Stadionnähe, macht die Heckklappe auf und baut Grill, Pavillion, Fernseher und Bierfass auf. Dann überbrückt man die Wartezeit zum Spiel mit Barbecue, Bier trinken und abhängen. Schön ist, das Tailgaiting direkt neben unsrem Haus stattfindet. Also bin ich mit meinen Jungs losgezogen und wir haben uns hemmungslos an den Alkohol- und Grillvorräten der Footballfans bedient, was durchaus gewünscht war. Irgendwie wie ne Festival-Atmosphäre:) Diesmal hatte ich auch ein Ticket fürs Stadion, was gut für mich aber schlecht für die Trojans war, denn meine Anwesenheit bescherte unsrem Team die erste Heimniederlage seid 2001 (Das versuchten mir jedenfalls meine Mitbewohner weiszumachen). Aber von Traurigkeit keine Spur und ich kam abends in den Genuss meines ersten Club-Besuchs. Das hatte gar nix mit den Discos zu tun, die ich so aus Deutschland kenne. War eher so ein Tanzlokal (wie aus den Eis-am-Stiel-Filmen, nur mit Latino-Rhythmen) Aber ich denke ich hab mich ganz gut geschlagen und einen für Deutsche akzeptablen Hüftschwung an den Tag gelegt. Meine Anwesenheit hat sich dadurch gerechtfertigt, dass ich Edward dafür ins Haus getragen hab, weil der aufgrund der Strapazen des Tages (und des zwangsläufigen Alkoholkonsums) nicht mehr in der Lage war, die 15m von Auto zum Haus mithilfe seiner eigenen Beine zu überbrücken. Alles in allem also ein gelungener Tag:)

Sonntag, 7. Oktober 2007

Impressionen vom Campus


Die beiden Schwesternationen - Hasta la Victoria siempre!

ach ja: Mittwoch, Donnerstag, Freitag

George Olah´s 80. Geburtstag

Am Donnerstag und Freitag war ein Symposium anlässlich des 80. Geburtstages von Nobelpreisträger George Olah. Inklusive schickem Abendbankett. Da hab ich mich in meinen besten (verfügbaren) Zwirn gepackt, augestattet mit Lederschuhen von Enrique und D&G Krawatte von Robert. Das war ne ganz nette Erfahrung mit vielen hochkarätigen Vorträgen (u.a. Kobayashi, Herbert Mayr) . Außerdem wollte ich schon immer mal den uns Chemikern wohlbekannten Prof. Mukayama als Pissoir-Nachbarn haben.

Olah himself

Bankett

Die drei Herren vorne sind aus meinem Labor

Dienstag, 2. Oktober 2007


So siehts aus wenn ein (vorher farbloser) Teflon-Reaktor mit Selenoxidazid auf Raumtemperatur erwärmt wird und der spontane chemische Übergang mit einen lauten Knall erfolgt:)...Ja ich hab Spass im Labor

ohne Kommentar:)


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